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„Klimaschutz ist die Lösung der Krise, nicht die Ursache“, sagt Prof. Dr. Klaus Töpfer ehemaliger Direktor des UN-Umweltprogramms und Schirmherr der Agentur für Erneuerbare Energien / Bundesregierung Deutschland 2008
Die Unternehmensberatung McKinsey hat 2007 im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen eine Studie zum Klimaschutz vorgelegt. Quelle: dpa, reuters 26.9.2007
Danach sind 31% CO2-Ausstoss schon mit heutiger Technik vermeidbar. 2/3 der untersuchten Massnahmen bringen (je nach Oelpreis) sogar erhebliche Einsparungen (bis 80%).
Der Chef von McKinsey/Deutschland F. Mattern sieht auf solchem Weg hohe Wachstums− und Beschäftigungschancen für die Volkswirtschaft.
Keine Heizung, kein Öltank: Die Bewohner einer Schweizer Siedlung leben mit einem Minimum an Energie. Verzichten müssen sie dabei auf – gar nichts (© DIE ZEIT, 13.11.2008)
Robert Uetz hat seit zehn Jahren keine Heizung mehr. Keinen Öltank. Keine Gasleitung. Keinen Holzofen. Trotzdem friert er nicht. Robert Uetz, seine Frau und seine zwei Kinder wärmen sich an den Strahlen der Sonne und an der Hitze der Erde.
Aber sonst sind sie ganz normal.
Robert Uetz aus Winterthur in der Schweiz ist Unternehmensberater der typischen Art. Anzug, Krawatte, Laptop, meistens überarbeitet. Seine Frau ist Zahnärztin und managt den Haushalt. Die Söhne, zehn und zwölf Jahre alt, sind Burgherren mehrerer Dutzend Playmobil-Ritter und überzeugte Gegner übermäßigen Salatkonsums. Eine ziemlich gewöhnliche Schweizer Familie also. Wer das Auffällige sucht, wird im Hause Uetz wenig finden, eigentlich nur eines: den Energieverbrauch. Der ist auffällig niedrig. Robert Uetz hat es ausgerechnet: »Wir liegen schon heute unter 2000 Watt.«
2000 Watt. Damit müsste jeder Mensch auf der Welt auskommen, um die Welt zu erhalten.
Siehe Link in der Zeit: http://www.zeit.de/2008/47/E-Die-2000-Watt-Gesellschaft?page=1
Der Berner Professor und Umweltphysiker Dr. Thomas Stocker antwortet auf die Frage wer Massnahmen ergreifen muss: "Jedermann und weltweit. Wir brauchen eine aggressivere Innovationspolitik, die es erlaubt unser Wissen einzusetzen. In der Schweiz haben wir das Know-how und die Technologie um Lösungen zu realisieren. Langfristig denke ich an die Sektoren Energie und Verkehr, die wir revolutionieren müssen. Wer, wenn nicht wir, kann das heute? Und wenn wir es nicht tun, werden wir von anderen überholt. Wenn wir nichts tun, wird es teuer!" aus Coopzeitung Dez. 2007 (Copyrigt liegt bei den Verfassern/Coop.)
"Die 2000 Watt-Gesellschaft ist mehr als eine drastische Reduktion des Energieverbrauchs. Dahinter steht die Vision einer Gesellschaft der Nachhaltigkeit, die nur dann Zukunft hat, wenn die Bevölkerung, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die dafür erforderlichen Strategien - sozusagen in einem Pakt - gemeinsam entwickeln und umsetzen. Für diesen ambitiösen Prozess sammeln wir im Rahmen der Pilotregion Basel wertvolle Erfahrungen." sagt Barbara Schneider, Regierungsrätin, Vorsteherin des Baudepartements Basel-Stadt in "Leichter Leben" (Novatlantis)
Auch die Stadt Zürich will bis in 30 Jahren aus der Atomenergie ausgestiegen sein und ihren CO2-Ausstoss auf eine Tonne pro Kopf und Jahr reduzieren. Sie will vorbildhaft das 2000-Watt Ziel anstreben, …“wir alle sind gefordert, das Energie- und Klimaproblem zu lösen“ sagt Stadtrat Neukomm. „Uran ist auch ein endlicher Energieträger, genauso wie das Erdöl. Es wäre nicht sinnvoll von einem falschen Ross auf ein anderes zu wechseln. Wenn man aus dem Energieproblem heraus kommen will muss man auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz setzen“ NZZ 6.6.08
Atomgesellschaften Axpo, Vattenfall, u.a. .... :
Atombetreiber sind Aktiengesellschaften, d.h. das Management trägt Sorge für gewinnbringende Ziele der Aktionäre. Dabei kommt es schnell zu diversen "Verwerfungen" u.a. auf Kosten der Sicherheit. Skrupelloses Gewinndenken und die extremen Gefahren zeigt dieser Dokumentarfilm des ZDF: „Sicherheitsrisiko Vattenfall“
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Sichheitsrisiko_Vattenfall/58472 (Copyright und inhaltliche Verantwortung liegen beim ZDF)
"Statt eine Versorgungslücke herbeizureden, muss deshalb endlich das genutzt werden, was uns in grossem Mass zur Verfügung steht: Das riesige Potenzial der Energieeffizienz und die erneuerbaren Energiequellen. Das sind die Trümpfe der Zukunft, die langfristig Energie sparen, die Versorgungssicherheit erhalten und die Unabhängigkeit erhöhen können", sagt Leo Scherer, Energieexperte bei Greenpeace Schweiz.